Michael Robinson

Jahr: 2016

Länge: 09:45 Min.

Format: 16:9

Spezifikationen: Farbe, Ton, Einkanalvideo

Courtesy: Der Künstler und Carrie Secrist Gallery

 

Mystische Hintergrundsounds und ein dichter Wolkenhimmel – so fängt der Kurzfilm Mad Ladders des Künstlers Michael Robinson an. Der Künstler beschreibt das Werk selbst als »die Visionen eines modernen Propheten« (a modern prophet’s vision).

Das visuelle Material stammt von Performances der ›American Music Awards‹ aus den 1980er und 1990er Jahren. Die Sequenzen werden jedoch vom Künstler so stark verzerrt, dass die Personen nur schemenhaft und die geometrischen Formen der Bühnenelemente als abstrakte Muster erscheinen. Als Gliederung der Erzählung treten abwechselnd Schwarzfilm und Aufnahmen eines dichten Wolkenhimmels auf. Der einfache, aber dynamische 8-Bit Soundtrack entwickelt dabei geradezu eine hypnotische Wirkung. Zusammen mit der Erzählung im Voice-Over kreiert Robinson hier eine Arbeit im Gleichgewicht zwischen Zerstörung und Veränderung, welche die Zuschauenden in eine Traumwelt sinken lässt. Die Erzählung spricht von Freude und Schönheit, aber auch von Zerstörung und Angst. Dass sich in diesem Werk das Erleben von Gefahr und Vergnügen abwechseln, wundert nicht, denn Robinsons Gesamtwerk orientiert sich an Themen wie Veränderung, Umwandlung und Umformung. Robinson schafft es hier, durch sich abwechselnde bewegte Sequenzen, stechende Farben und belebende Klänge die Zuschauenden in den Bann zu ziehen und eine neue Realitätsebene aufzuzeigen. Das Thema der Veränderung wird im Werk erforscht, ohne als negativ oder positiv bezeichnet zu werden. Transformation wird eher als ein Weg angesehen, auf dem man zur Wahrheit gelangen kann. (Natalia Cena Wernicke)

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